Chronik


Chronik der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Kalk 1860 e.V.

1860 wurde die Sankt Hubertus Schützenbruderschaft  gegründet. Das erste Schützenfest fand von Sonntag, 12.08.  bis Montag, 13.08.1860 statt. Kalk war zu dieser Zeit ein Ort mit ca. 2000 Seelen und bäuerlichen Anwesen. Die industrielle Entwicklung fasste auch in Kalk Fuß, aber es war allgemein eine sehr unruhige Zeit. Ein  Zusammenrücken im engeren Kreis war nötig. Dies bewog wohl einige Kalker Bürger die Bruderschaft zu gründen. Die reichlich vorhandenen unbebauten Gelände machten es möglich jährlich ein Schützenfest zu feiern. Es wurde auf Königsvögel oder Sternscheiben geschossen, die auf hohen Stangen befestigt waren. Von dieser Zeit sind kaum Aufzeichnungen vorhanden, wohl aber die Fahnen, die Namen der Schützenkönige und die von den Königen gestiftete Plaketten. Diese sind noch heute im Silberschatz der Bruderschaft.

1870/71 konnte der Krieg den wirtschaftlichen Aufschwung nicht zerstören. Es entstanden viele Wohnungen in Kalk und so zogen Kaufleute, Handwerker und Arbeitnehmer nach Kalk. Die bestehende Schützengesellschaft entsprach wohl nicht den Vorstellungen aller Bürger, denn es wurde am 6. März 1873 eine zweite Schützengesellschaft gegründet. Beide Gesellschaften bestanden nebeneinander und hielten ihre Schützenfeste an verschiedenen Tagen im Sommer ab. Die neue Schützengesellschaft gab sich einen straffen Rahmen.  Dies geht aus den damals beschlossenen Statuten hervor. „Wer ohne triftigen Grund nicht an den Veranstaltungen teil nimmt hat eine Strafe von 1 Taler zu zahlen. Bei der Beerdigung eines Mitglieds wird jeder Nichtteilnehmer mit 15 Silbergroschen bestraft. Der Monatsbeitrag beträgt 5 Silbergroschen. Ebenfalls zahlt jedes Mitglied in der Generalversammlung vor dem Fest 1 Taler“. Ferner wurde beschlossen die neue Vereinsfahne bei allen Veranstaltungen zu Pferde zu getragen; mit Ausnahme von Beerdigungen. Der amtierende König Josef Schmahl stiftete 1873 eine silberne Königskette die bis 1977 getragen wurde und seitdem im Silberschatz aufbewahrt wird.

1874 feierte man das Schützenfest auf dem Gelände der Erben Trimborn an der unteren Hauptstraße (heute Postplatz). Dies wurde von den Erben kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Schützenfest 1875 wurde an der Pulvermühle abgehalten, der Schießstand wurde vor dem Höhenberg (heute zwischen Bahndamm und Oranienstraße) errichtet. Mit doppeltem Pulver und Blei wurde verboten zu schießen. Wie ernst die Statuten gehandhabt wurden zeigt, dass 7 Mitglieder und 2 Vorstandsmitglieder ausgeschlossen werden sollten, da diese am Festzug  bzw. an mehreren Veranstaltungen ohne Grund nicht teilnahmen.

Das Schützenfest 1876 wurde im Lokal Meurer, (seit fast 100 Jahren im Besitz der Fam. Böhmer), gefeiert und der Schießstand wurde auf dem Grundstück zwischen Diesel- und Eythstraße errichtet. Am 17. April 1879 trafen sich beide Kalker Gesellschaften um ab dann gemeinsame Wege zu gehen. Unter dem Namen „Vereinigte Schützengesellschaften Kalk“ wurde das erste Schützenfest im Juni gefeiert.

1880 nahm die Gesellschaft an der Fronleichnamsprozession teil und trat als Mitglied in den Rheinischen Schützenbund ein.

Am 1. Februar 1882 beteiligte man sich an einem großen Fackelzug, der zur Amtseinführung des Bürgermeisters Alois Thumb durch das festlich geschmückte Kalk ging. Im März 1886 nahmen die Kalker Schützen an der Grundsteinlegung des Ehrenmales auf dem alten Kalker Friedhof in der Kapellenstraße teil und am 23. September 1888 an der Enthüllung des Kriegerdenkmales auf dem dortigen Friedhof. Im Oktober 1888 wurde die Genehmigung zum Bau eines Schießstandes am Ginsterberg erteilt und 1889 wurde mit dem Brauereibesitzer Bardenheuer zwecks Anlage eines Schützenplatzes auf dem Ginsterberg verhandelt. Dieser stellte das Grundstück für 2 Jahre kostenlos zur Verfügung.

Nach dem Tod des langjährigen Präsidenten und Ehrenmitgliedes Dr. med. Harling 1890 übergab die Witwe die silberne Präsidentenkette der Gesellschaft. Diese hatte die Gesellschaft 1876 ihrem Präsidenten geschenkt. Die Kette wird heute noch vom I. Brudermeister der Kalker Schützen getragen. Am 9. April 1891 wurde auf Antrag das Wort „Vereinigte“ aus dem Namen der Schützengesellschaft gestrichen. Sie trägt in Zukunft den Namen „Schützengesellschaft Kalk“

1893 wurde beschlossen den Schützenplatz des Herrn Bardenheuer für jährlich 550 Mark zu pachten, einen Silberschrank zukaufen und ein Zelt aufzustellen. Laut Beschluss der Generalversammlung vom 24. Januar 1895 soll das Schützenfest am 1. Sonntag im Juli gefeiert werden. Dies blieb bis 1972 so.

Am 14. Januar 1904 trat die Gesellschaft dem Deutschen Schützenbund bei und im gleichen Jahr wurde das 25jährige Jubelfest, ausgehend von der Fusion 1879, gefeiert. Da inzwischen der alte Festplatz am Ginsterberg in die Hände der Eisenbahn übergegangen und gekündigt war, wurde der Festplatz auf das Erben Trimborn Gelände an der Kirchstraße verlegt. Hinter der Wirtschaft Kürten errichtete der Eigentümer Herr Kürten einen 6mm Winchester Scheibenstand. Bis zum 1. Weltkrieg feierte man dort schöne Feste. Durch den 1. Weltkrieg mussten die nächsten Schützenfeste ausfallen. Die Zurückgebliebenen hielten aber die Gesellschaft trotzdem hoch und die Königswürde wurde von Herrn M. Horbert verwaltet. Im Jahre 1920 wurde die erste Generalversammlung nach dem Krieg einberufen. Es war noch ein Kassenstand von 55 Mark vorhanden. Der Silberschatz und das Inventar hatten die Wirren ohne Schaden überstanden. Es konnte noch kein Schützenfest gefeiert werden, aber im September wurde ein Kirmesball abgehalten.

Im August 1921 beteiligte am sich zum ersten mal wieder an einem Schützenfest in Deutz. Das Vereinsleben wurde wieder reger. 1922 verhandelte man mit der Maschinenfabrik Humboldt zwecks Anmietung eines Geländes an der Kantstraße. 1926 beteiligten sich die Schützen am Schützenfest der neu gegründeten St. Hubertus Schützengesellschaft in Vingst.

1928 feierte man das Schützenfest auf einem Platz an der Dillenburger Straße und am 01. November beteiligte sich die Gesellschaft an der Kriegerdenkmals Enthüllung auf dem Kalker Friedhof in Merheim. Das 50jährige Jubelfest, ausgehend von der Fusion 1879, wurde auf dem Platz an der Dillenburger Straße in einem großen Festzelt mit einem Ehrenkommers und dem Großen Zapfenstreich gefeiert. Das Schießprogramm wurde auf den Schießständen in Gremberg abgehalten. In der Generalversammlung im Januar 1930 wurde die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beschlossen. Von 1933 bis zum 2. Weltkrieg wurde das Schützenfest in einem Zelt auf dem Marktplatz gefeiert. In der Mitgliederversammlung am 21. Februar 1936 wurde mit Nachdruck festgestellt, dass das Gründungsjahr des Vereins nicht, wie bisher angenommen, 1879, sondern 1860 ist.

1937 wurde der Schießstand im Gremberger Wäldchen gekündigt. Es wurden Kleinkaliberstände in Brück und im Garten der Witwe Böhmer in Aussicht gestellt. Das letzte Schützenfest vor dem Kriege fand am 01. Juli 1939 auf dem Marktplatz statt. König dieses Jahres wurde Johann Schiffbauer. Nie hätte er geglaubt, dass er neun Jahre lang dieses Amt verwalten müsse, denn es konnten dann keine Schützenfeste mehr abgehalten werden. Das 80jährige Bestehen der Gesellschaft konnten die Schützen nur im kleinen Kreise anlässlich einer Generalversammlung am 10. Juli 1940 feiern. Wertvolles Vereinseigentum wurde durch die Luftangriffe vernichtet oder ging sonst wie verloren. Silberschatz, Fahnen und Protokollbücher wurden aber durch treue Schützen in die Nachkriegszeit hinüber gerettet. Die Schützengesellschaft blieb auch im Krieg weiter bestehen. Die noch in Kalk anwesenden Mitglieder hielten von Zeit zu Zeit Versammlungen ab und der Schießsport wurde weiter gepflegt. Am 5. März 1944 fand die letzte Versammlung vor Kriegsende statt. Nach dem Krieg wurden das gesamte Vereinsvermögen und der Silberschatz von der Militärregierung beschlagnahmt.

1946  Am 14. August 1946 berief Karl Grützenbach eine Generalversammlung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt „Neuformierung und Umbenennung der Schützengesellschaft“ ein. Anwesend waren 15 Mitglieder. Nach einer Bestimmung der Militärregierung wurden Schützenvereine nicht als militärische Organisationen angesehen, unter der Bedingung, dass die Gesellschaft in der Erzbruderschaft vom III. Sebastianus, (heute Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften) ,aufgenommen würde.  Somit hatte man auch die Aussicht das beschlagnahmte Vermögen wieder frei zu bekommen. Die anwesenden Mitglieder beschlossen den Eintritt in die Erzbruderschaft und eine Neuformierung der Gesellschaft unter dem Namen „St. Hubertus-Schützenbruderschaft Kalk 1860“.

Eifrig wurde am Wiederaufbau gearbeitet. Im September 1947 wurde der 1. Schützenball nach dem Krieg im Saal Heukeshoven gefeiert und auf dem Marktplatz eine Kirmes aufgebaut. Von 1948 an wurde jährlich am 1. Sonntag im Juli wieder ein Schützenfest gefeiert und Max Valder wurde zum neuen König gekrönt. Anlässlich der Kalker Kirmes wurde der 1. Prinz nach dem Kriege ausgeschossen. Diese Würde errang Heinz Josef-Großmann. Die Invaliedenfeier wurde durch Gottfried Barth ins Leben gerufen.

Die Totenehrung auf dem Kalker Friedhof in Merheim wurde von den Kalker Schützen durchgeführt. Die Ortsvereine unterstützten diese Bemühungen; auch von der Bundeswehr und von den belgischen Streitkräften nahmen Abordnungen daran teil.

1956 wurde zum letzten male das Schützenfest auf dem Marktplatz gefeiert, denn die Kalker Bevölkerung wollte dort keine Schützenfeste mehr dulden und die Stadtverwaltung erwog die Begrünung des Platzes. Somit musste 1957 das Schützenfest auf dem Kasernengelände, Lilienthalstraße, gefeiert werden. Flächenmäßig ein idealer Platz, aber zu weit abgelegen und nicht angenommen.

1958  Seit 1958 wurde dann wieder in der Kapellenstraße gefeiert. Am 31. August 1959 verstarb der älteste und treueste Schützenbruder Peter Druxes. Ihm verdanken wir unseren „Hubertus-Schützenmarsch“. Das 100jährige Jubiläumsfest wurde am 2. Juli 1960 mit einem Kommers im Garten der Eheleute Barth eröffnet. Das Fest wurde im Festzelt an der Kantstraße gefeiert. Die Brauerei Gebr. Sünner stiftete zu diesem Anlass eine Königsstandarte. Die Gaststätte „Zechengarten“, im Besitz der Brauerei Sünner, konnte zum Jubiläum als Schießstand umgebaut werden und zum Königsschießen am Montag, 04. Juli 1960 eingeweiht werden. Auf dem Krönungsball am Dienstag wurden Gottfried Barth und Gattin Charlotte zum Jubel - Königspaar und Alfons Radermacher zum Prinz gekrönt. Auf der Mitgliederversammlung am 06. Juni

1962 wurde vom Vorstand ein Antrag zu Änderungen unterbreitet. Es sollte keine Verpflichtung mehr bestehen die Schützentracht zu tragen. Beim Schützenfest sollte auch kein Festzug mehr statt finden, Schießen sollte nur noch in zwangloser Form statt finden. Das Königsschießen sollte nur noch den Charakter eines Stiftungsfestes haben. Außer der Verpflichtung der traditionellen Königsplakette sollten für den König keine Auflagenmehr bestehen. Obwohl die Mehrzahl der anwesenden Mitglieder dies als Todesstoß für die 100 Jahre bestehende Bruderschaft ansah, wurde einstimmig ein Umdenken beschlossen. Unter den neuen Gesichtspunkten wurde das Schützenfest 1962 gefeiert. Einen Festplatz gab es, aber es wurde auf dem Schießstand im Zechengarten gefeiert. Erstmals gab es auch keinen Festzug und kein Festbuch.

Im Jahre 1963 dachte man wieder um und man feierte wieder im normalen Rahmen. Es wurde auch wieder ein Festbuch hergestellt und der Silberschatz wurde im Kaufhof ausgestellt. Alle Veranstaltungen wurden im Zechengarten abgehalten und gut angenommen. Die neue Gestaltung des Schützenfestes zeigte gute Erfolge und so wurden die Räume des Schießstandes zu klein. Man wollte im Zechengarten ein Zeltaufbauen oder den Garten überdachen. Dieses ging aber nicht. Man konnte aber einen neuen Schießstand bauen und den jetzigen zu einem Schützenheim umbauen. Mit Zustimmung der Brauerei Sünner und viel Eigenhilfe sowie Spenden von Gönnern konnten die Vorstellungen verwirklicht werden.

1970 Zum Schützenfest 1970 konnte auf Grund guter Beteiligung der Bevölkerung am Königschießen ein „Bürgerkönig“ ausgeschossen werden. Dieser ist bis heute das Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verein. Ebenso konnte auch ein „ Schülerprinz“ ermittelt werden.

1971 konnte man beim Schützenfest auch den Garten mitbenutzen. Unter den alten Bäumen fühlte man sich wohl und auf der steinernen Tanzfläche wurde fleißig das Tanzbein geschwungen. Im Rahmen des Kommers wurden Heinz-Josef Großmann für 25 Jahre erfolgreicher Vorstandsarbeit goldene Manschettenknöpfe überreicht. Der Ehrenvorsitzende Johann Schiffbauer und Ehrenmitglied Gottfried Barth wurden mit dem goldenen Ehrenring ausgezeichnet. Alle drei Auszeichnungen sind Goldschmiedearbeiten mit eingearbeitetem Vereinsemblem. Als einmaliges Ereignis kann wohl der Empfang des Dreigestirns 1971 im Vereinslokal gewertet werden. Das Dreigestirn stiftete der Bruderschaft eine neue Fahne. Bauer des Dreigestirns war damals Adam de Haas (unser II. Brudermeister). Durch verschiedene Schwierigkeiten, wie z.B. Gegenbesuche anderer Vereine wurde das Schützenfest ab 1973 nicht mehr am 1. Sonntag im Juli, sondern auf Pfingsten gefeiert. Nach der Zeit der Geborgenheit und dem Gefühl der Unabhängigkeit kam am 13. Oktober 1974 die ernüchternde Nachricht der Zechengarten müsste für den Bau der U-Bahn geräumt werden. Gleichzeitig erfuhr man auch das der Festplatz Steprath - Ecke Kalker Hauptstraße nur noch bis 1976 zur Verfügung steht.

1975 Das Problem Schießstand konnte schnell gelöst werden, denn der Vereinswirt Rolf Graf stellte einen teil seines Biergartens zur Verfügung. Nach Zustimmung der Polizei konnte mit viel Eigenhilfe ein Holzbau mit 3 Schießbahnen erstellt werden. Für das 115. Schützenfest ging man einen ganz neuen Weg, denn man mietete den Festsaal der Chemischen Fabrik Kalk an. Man konnte den Saal aber nur samstags und sonntags benutzen, da er an den Wochentagen als Kantine diente. So musste auch das Vereinslokal als Veranstaltungsort mit einbezogen werden.

Vor dem Königsschießen wurden die Schützen in Klausur gebeten um die Aufgaben und Pflichten eines Königs deutlich zu machen. Dies half aber nichts, denn nach dem Königsschießen 1976 trat der ermittelte König von seinem Amt zurück. Dies passierte bis heute insgesamt viermal (1974/1988/1993/2009) und die Königswürde musste jedes mal wieder neu ausgeschossen werden. Um die Bruderschaft der Bevölkerung näher zu bringen, wurde der Kommers 1978 am Sonntagmorgen für alle offen gestaltet und erstmals nahmen die Damen an diesem Kommers teil. Ab 1978 durften beim wöchentlichen Übungsschießen weibliche Jugendliche teilnehmen.

1979 Zum Schützenfest wurde nach längerem Nichterscheinen wieder ein Festbuch erstellt, um auf diesem Wege die Bruderschaft nach außen darzustellen. Schützenbruder Karl Braun stiftete eine neue Königskette, die der König Alfons Radermacher als erster trägt. Die alte Königskette, gestiftet 1860 von Karl Thoma kommt in den Silberschatz. Der Pfingsttermin für das Schützenfest erwies sich nicht mehr als angebracht und so verlegte man das Schützenfest 1980 auf das 2. Wochenende im September mit der Kalker Kirmes zusammen. Der Gestaltung der Königsscheibe wird immer mehr eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der Schützenbruder Hans Heinz Blöningen stiftete ca. 20 Jahre lang jedes Jahr zu Schützenfest eine handgeschnitzte und bemalte Scheibe aus dem Schwarzwald, die Karl Volz herstellte. Die besonders künstlerisch gestalteten Scheiben stellten Motive aus Kalk oder der Tierwelt dar. Bis heute wird die Königsscheibe von Herrn Hompesch aus Kalk gestaltet und handbemalt.

1982 Hans-Georg Göbbels errang als erster König der Bruderschaft im Bezirk rrh. Süd im Bund der Historisch Deutschen Schützenbruderschaften e.V. die Würde des Bezirkskönig, der bis heute 7 mal errungen wurde.

Zur Jahreshauptversammlung am 16. Januar1983 lag ein Antrag des Jugendleiters Wolfgang Karalus, mit dem Inhalt: weibliche Jugendliche bis 18 Jahren im Verein aufzunehmen, vor. Die sollte dem Zweck für eine eigenständige Jugend-Sportgruppe dienen.

1984 Nach endgültigem Abschluss der Baumaßnahmen U-Bahn steht nach vielfachem Wechsel auch wieder der Festplatz gegenüber der Kalker Kapelle zur Verfügung. Man verlegte das Schützenfest 1984 auf den 28. Juli bis 04. August, da man von dem Termin der Kalker Pfarrkirmes wieder wegkommen wollte.

1985 Zum 125jährigen Schützenfest 1985 wurde eine neue Vereinsfahne angeschafft. Und der Silberschatz wird bis heute noch in der Kölner Bank ausgestellt. Jubel-König wurde Paul Engels mit der Königin Gerda und Prinz Anja Göbbels. Ein Schülerprinz konnte mangels Masse nicht ermittelt werden.

1988 Die Würde des Stadttellschülerprinz wurde das erste Mal von Melanie Muys erkämpft. Ausgeschossen wurde diese Würde bis 2008 mit dem Luftgewehr auf einen kleinen Gipsvogel ausgeschossen. Heute wird diese Würde mit dem Infrarotgewehr ermittelt. Alle Stadtwürden werden, bis heute, am Ende der Schützenfestsaison, Mitte Oktober, in Flittard, teilweise auf dem Hochstand ausgeschossen.

1989 wurde die Satzung geändert, damit die weibliche Jugend nicht mehr aus der Bruderschaft austreten musste. Ab jetzt konnten auch Damen in den Verein aufgenommen werden.  Monika Schuch wurde als erste Frau in die Bruderschaft aufgenommen. Die Bruderschaft suchte immer nach einem neuen Gelände für einen Schießstand, da man auf Dauer nicht in einer Gaststätte  bleiben wollte. So wurde der Bruderschaft 1989 der ehemalige  Kokskeller der Grundschule Kapitelstraße angeboten. Die Mitglieder entschlossen sich diesen Keller anzumieten. Mit dem Bau wurde 1991 mit viel Eigenleistung begonnen und der  Schießstand und das Schützenheim wurde im April 1994 feierlich eröffnet.  In diesem Jahr konnte Michael Brabender das erste Mal in der Vereinsgeschichte die Würde des Stadtjungkönig des Stadtverband Kölner Schützen von 1901 e.V. in unsere Bruderschaft holen. Die Würde des Stadtjungkönigs wird bis heute mit dem Kleinkalibergewehr ermittelt und wurde bis heute 4 mal errungen.

1990 Auf dem Schützenfest 1990 konnte zum ersten mal ein Kaiserpaar gekrönt werden, nämlich Alfons und Uschi Radermacher. Bis zur heutigen Zeit hatten wir 4 Kaiser in der Bruderschaft.

1991 wurde auf der Jahreshauptversammlung zum ersten mal  eine Frau in den geschäftsführenden Vorstand gewählt, nämlich  Monika Schuch, die auch im gleichen Jahr erster weiblicher  König der Bruderschaft wurde. Auf drängen der Schausteller wurde der Schützenfesttermin  1993 verlegt. Weil man in der Ferienzeit lag wurde der Kirmesplatz nicht mehr gut besucht. Man verlegte das Schützenfest auf das 3. Wochenende im Mai.

Der Bau des neuen Schützenheim, im Keller der Grundschule Kapitelstraße, in der Josephskirchstraße wurde begonnen. Es wurde viel mit Eigenleistung um- und aufgebaut, es wurde während des Bau auch eine Fliegerbombe gefunden.

1994 musste man schon wieder umdenken, denn die Chemische Fabrik Kalk hatte ihre Türen geschlossen. So musste man sich einen neuen Platz zum Feiern suchen. Es wurde bis zum Jahre 1997 ein Zelt an der Kapellenstraße aufgebaut.

In diesem Jahr wurde der Bau des Schießstand und Schützenheim abgeschlossen und feierlich eröffnet.

1997 Auf Grund des schlechten Besucherzulauf hat man den Standpunkt des Schützenzeltes auf den Parkplatz des Biergarten der Brauerei Gebr. Sünner verlegt. Für weitere 2 Jahre wurde auf dem alten Standplatz des Festzeltes in der Kapellenstraße noch eine kleine Kirmes zum Schützenfest, welche aber danach auch wieder wegen des schlechter Zulaufes eingestellt wurde. Jennifer Makel schaffte als erste und bis jetzt einzige die Würde des Stadtschülerprinz zuschießen.

2000 Monika Schäfer wurde der erste weibliche Schützenkaiser der Bruderschaft.

2001 entschlossen wir uns das Ostereierschießen, als erstes Schießen überhaupt, für die Bevölkerung zugänglich machen. Dieses Schießen wird immer an 2 Tagen (Samstag vor der K-Woche und an Gründonnerstag) ausgerichtet. Es wurde eine Gewinnstaflung überlegt wobei jeder Teilnehmer pro gekauften Schießstreifen mindestens 1 Osterei gewinnen konnte. Es kam auch schon vor, dass ein Gewinner mit 100 Ostereiern oder mehr den Schießstand verlassen hat. Mittlerweile hat sich das Schießen so entwickelt das 75 Teilnehmer oder mehr den Weg zu unserem Schützenheim finden und bis zu 2870 Eier zu "erschießen".  

2002 Margret Spiri gelang es als erster Bürgerkönig im Stadtverband Kölner Schützen die Würde des Stadtbürgerkönig in die Bruderschaft zuholen. Diese Würde wurde erst 1999 im Stadtverband eingeführt. Außer Margret Spiri gelang dieser Titel 2006 Andreas Meinecke.
Für die Jahre 2002 und 2003 versuchte man es mit der Kirmes und einem Zelt noch einmal auf dem ehemaligen CFK-Gelände.
Die Versuche schlugen aber alle fehl, weil beides durch die Bevölkerung nicht mehr angenommen wurde.

2004 wurde unser Schützenfesttermin auf das Pfingstwochenende gelegt, wobei wir in und vor unserem Schützenheim in der Josephskirchstraße feiern. Dies wird auch gut angenommen, denn wir haben auf Schützenfest immer ein volles Haus. Da wir, im Verhältnis zu einem Festzelt, ein kleines Schützenheim besitzen, sind wir immer auf den guten Willen, in Sachen Wetter, des Herrgottes angewiesen. Mit diesem Schritt haben wir es gewagt ein Schützenfest, in unserem Umkreis noch einzigartig, nicht in einem Schützenzelt zufeiern.

2006 wurde das bis dahin vereinsinterne Brezelschießen für die Öffentlichkeit geöffnet, was sich zu einem weiteren gut besuchten Schießen mit der Bevölkerung gemausert hat. Bei diesem Schießen gewinnt jeder Teilnehmer, unabhängig der Leistung, einen Brezel.

2007  haben wir von der Schieß- Sportgesellschaft Chorweiler die Ausrichtung des Marathonschießen übernommen. In Chorweiler wurde das Schießen nicht mehr ausgerichtet, weil sich die Gesellschaft leider auflösen musste. An diesem Schießen kann jeder aktive Schütze teilnehmen, geschossen werden 120 Schuss in 90 Minuten, die Schülerklasse schießt 90 Schuss in 70 Minuten. Es ist eigentlich ein ungewöhnliches Schießen, weil man dort den inneren Schweinehund überwinden muss.

2008 wurde Andreas Schuch der erste Bezirkskönig im Bezirk 07 des Rheinischen Schützenbund e.V. 1872. Zu diesem Königsschießen sind jeweils die Schützenkönige oder die in besonderen Wettbewerben (z.B. Vereinsmeister) ermittelten "Könige" der Bezirksvereine startberechtigt. Unter den Teilnehmern wird dann der Bezirkskönig und die Kreiskönige der Kreise 071 und 072 ermittelt. Geschossen werden 20 Schuss mit dem Luftgewehr, Luftgewehr aufgelegt oder Luftpistole. Die Sieger der 3 ausgeschossenen Titeln nehmen dann auf dem RSB - Schützentag am Landeskönigsschießen teil. Bis heute hatten wir 4 Bezirkskönige im Bezirk 07 e.V.

2010 durften wir  unser 150jähriges Jubiläumsfest mit vielen befreundeten Bruder- und Gesellschaften, Gästen der verschiedensten Dachverbänden und mit der Kalker und Kölner Politik feiern. Es war ein sehr schönes Jubelschützenfest mit viel Überraschungsprogramm. Jubiläumskönigspaar wurde Andreas Schuch mit Nicole Goebel.

Zu diesem Schützenfest durfte unsere Bruderschaft das erste Mal einem Bürgerkaiser (Ulrich Keßel) auf dem Krönungsball krönen.

2011 Wir verloren unser Ehrenmitglied und Ehrenbrudermeister Heinz-Josef Großmann nach fast 64 jähriger Vereinszugehörigkeit. Heinz Josef Großmann war der Mann der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Kalk. Er war knapp 40 Jahre erster Brudermeister, zudem war er während dieser Tätigkeit auch noch im Stadtverband Kölner Schützen von 1901 e.V. und im Bezirk Köln rrh. Süd als Vorsitzender tätig.

Andreas Schuch mit der Königin Nicole Goebel schaffte als erster König die Stadtkönigswürde des Stadtverband Kölner Schützen in unsere Bruderschaft zu holen. Es wurde ein schönes, aber auch anstrengendes Jahr, da rund 100 Feste durch das Stadtkönigspaar mit Adjutanten und Standartenträger besucht wurden.

2013 Auf der Jahreshauptversammlung wurde von den Mitgliedern beschlossen, dass nach dem Kalker Schützenfest 2013 der König keine echten sondern künstliche Nelken für Veranstaltungen bereit stellen soll. So wurden Die Ausgaben des jeweiligen Schützenkönig verringert.

Während des Königsschießen wurde kein schießwilliger Schütze für die Königswürde gefunden. Somit wurde zum wiederholten Male die Königs- und Rittersperren für die nächsten Schießrunden aufgehoben. Jetzt passierte es zum ersten Male, in der 153. Vereinsgeschichte: Es hat sich der, bis dahin noch, amtierende Schützenkönig für ein weiteres Mal als Schützenkönig zur Verfügung gestellt.